Von Wien fahren wir über die Westautobahn, vorbei an Stift Melk, Linz und dem Mondsee nach Salzburg. Die malerisch am Rand der Alpen gelegene "Mozartstadt" dominiert das Salzburger Becken, wo sich das Salzach- und das Saalachtal vereinigen. Die Grenzlage zu Deutschland verdeutlicht noch heute die einstige Mittlerstellung zwischen Österreich und Bayern. Als bestimmende Dominante grüßt die Festung Hohensalzburg den Besucher schon aus der Ferne. Auf den Resten des römischen Juvavum gründete der Hl. Rupert um 690 das Kloster Sankt Peter. Bereits 798 wird Salzburg zum Erzbistum erhoben und damit zur Metropole der Kirchenprovinz Bayern. Die Erzbischöfe hatten Jahrhunderte lang auch die weltliche Macht des autonomen Staates inne und regierten im Sinn des fürstlichen Absolutismus. Mit Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau begann die barocke Umgestaltung der Stadt. Das für seine Lebensgefährtin Salome Alt errichtete Lustschloss ist heute als Schloss Mirabell bekannt. Unter seinem Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems wurde der Neubau des Domes nach Plänen des Architekten Santino Solari in Angriff genommen. 1622 kam es durch Erzbischof Paris Graf Lodron zur Neugründung der Universität. 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart in der Getreidegasse Nummer 9 geboren. Mit der Errichtung des Mozart-Denkmals Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte der Mozartkult einen ersten Höhepunkt. 1920 wurde erstmals Hofmannsthals "Jedermann" vor der Domfassade aufgeführt. Unter der Leitung von Max Reinhardt erreichten die Festspiele rasch internationale Anerkennung. Die 1967 von Herbert von Karajan gegründeten Osterfestspiele sind ebenfalls fixer Bestandteil des Kulturprogramms. Nach einem Bummel durch die romantische Altstadt und sicher mit einigen "Mozartkugeln" im Gepäck kehren wir wieder nach Wien zurück. Siehe auch:
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