Dieser Ausflug in die nähere Umgebung Wiens bietet ein spannungsvolles Nebeneinander von Mittelalter und Moderne. Durch seine Stellung als Residenzstadt der Babenberger und die Gründung des Chorherrenstiftes 1114 durch Markgraf Leopold III., dem Heiligen, rückte Klosterneuburg in den Mittelpunkt des Interesses. Das Projekt der Umgestaltung der Klosteranlage in einen "österreichischen Escorial" unter Kaiser Karl VI. blieb durch dessen plötzlichen Tod unvollendet. Neben vielen anderen Kunstwerken besitzt das Stiftsmuseum mit dem sogenannten "Verduner Altar", 1181 von Nikolaus von Verdun vollendet, eine Zimelie internationalen Rangs. Nach einem Brand wurde die ursprüngliche Amboverkleidung 1330 zu einem Flügelaltar umgestaltet. Mit dem anschließenden Besuch der Sammlung Essl brechen wir scheinbar abrupt mit der Vergangenheit. Die Sammlung des Unternehmerehepaars Agnes und Karlheinz Essl vermittelt mit etwa 4500 Werken einen persönlichen Sammlerblick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Werke von Arnulf Rainer, Antoni Tapiès, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Arbeiten von Franz West oder Nam June Paik bieten Einblicke in die internationale zeitgenössische Kunst. Das gelungene Beispiel moderner Museumsarchitektur wurde von Heinz Tesar geschaffen. Siehe auch:
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