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Ausflug Wienerwald

(Foto: Österreich Werbung / Wiesenhofer) Wienerwald
(Foto: Österreich Werbung / Wiesenhofer) Wienerwald

1000 Jahre Wienerwald!


Dieser Ausflug führt uns in die grüne Lunge Wiens, den Wienerwald.

Wahrscheinlich würden wir an diesem beschaulichen Flecken ahnungslos vorbeifahren, wäre da nicht ein Jännertag des Jahres 1889, an dem zwei Leichen entdeckt wurden - ein Ereignis, das den Untergang der Monarchie einläuten sollte.
Dort, wo im ehemaligen Jagdschloss Kronprinz Rudolfs die Tragödie von Mayerling ihren Lauf nahm, erhebt sich heute ein Karmelitinnenkloster, an Stelle des Sterbezimmers eine kleine neugotische Kirche. Im angeschlossenen Museum können wir den Versuch unternehmen, in das Geheimnis des tragischen Todes des Kronprinzen und der jungen Baronesse Vetsera einzudringen.

Wenige Kilometer entfernt befindet sich das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz, 1133 von Leopold III. gegründet. Hautnah offenbart sich uns der Übergang von der Romanik zur Gotik; der weite Hallenchor der Kirche kann als die Geburtsstunde gotischen Architekturschaffens in Österreich angesehen werden. Der romantische Kreuzgang mit originalen Glasfenstern fordert zum Verweilen auf. Als Grablege der Babenberger kam dem Kloster auch politische Bedeutung zu.

Zum Abschluss wollen wir uns wieder diesseitigeren Vergnügungen zuwenden und besuchen noch die Seegrotte bei Mödling. Bei Sprengungsarbeiten Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Gänge und Stollen des damaligen Gipsbergwerks überflutet. Dadurch entstand der größte unterirdische See Europas. Als "Schaubergwerk" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, stellt die Seegrotte heute eines der meistbesuchten Ziele des Wienerwaldes dar.

Siehe auch:
Interner LinkBausteine (Baden, Gumpoldskirchen)
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Kurzinformationen

Wienerwald
Kronprinz Rudolf
Mayerling
Heiligenkreuz
Seegrotte

Wienerwald

Wien wird zu zwei Drittel vom Wienerwald umschlossen, ein Gebiet, das von den Römer mons cetium genannt wurde.

Am Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er zum beliebten Ausflugsziel der Wiener. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden aus finanziellen Überlegungen große Teile zur Abholzung freigegeben. Josef Schöffel, dem "Retter des Wienerwaldes" gelang es, ein Gesetz zum Schutz des Waldes durchzusetzen.

Heute sind noch etwa 52% der Wienerwaldregion bewaldet. Eine markante Holzart ist die Schwarzkiefer. 48% der Waldflächen sind im Eigentum der Österreichischen Bundesforste, 6 %im Besitz der Stadt Wien, der Rest gehört Klöstern und privaten Waldbesitzern. Der Großteil des Wienerwaldes (115.000 ha) gehört zum "Schutzgebiet Wienerwald".

Siehe auch:
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